Labelwahn - Wenn Markenklamotten zu Freundesfängern werden
3 Kommentare Eingestellt von Sasa um 15:40So dann nehmen wir dies mal als Schluss
für unsere heutige Diskussion und
bedanken uns mal bei allen, die jetzt wieder bis zum Ende durchgehalten haben ;)
Hallihallöchen :)
Und weiter gehts mit dem zweiten Teil zu unserer geliebten Misha :)
Am nächsten Morgen frühstücken wir gemütlich, gegen elf verlasse ich mit Draguna die Wohnung. „Willst du noch mit zu mir?“ „Nein danke Dragu, ich sollte vielleicht nach Hause. Ich hatte meine Eltern nichts von der Übernachtung erzählt.“ „Dann beeil dich, nicht das sie sich Sorgen machen.“ Ich ziehe die Augenbraue hoch und sie zuckt nur mit den Schultern, natürlich weiß sie, wie es bei mir derzeit aussieht. Aber sie hat wohl nicht den guten Glauben in Eltern verloren, dabei sind ihre nicht gerade besser. Dennoch gehe ich ängstlich nach Hause, ich habe eigentlich keine Lust auf einen Anpfiff. Zaghaft öffne ich die Tür, erst einmal lausche ich. Da sind doch mehrere Stimmen zu hören? Meine Mutter, mein Vater und noch jemand. Neugierig laufe ich ins Wohnzimmer, neben meinem Vater auf der Couch sitzt eine junge Frau. Sie ist leicht dunkelhäutig, hat blaue Augen und eine traumhafte Figur, auch ohne, dass sie sich vorstellt, weiß ich wer sie ist. In unserem Haus, auf unserer Couch, sitzt wirklich Papas Affäre. „Was will die hier?“ Wütend schaue ich sie an, sie scheint sich keiner Schuld bewusst zu sein. „Misha, sei bitte freundlicher zu unserem Gast. Michelle wollte sich mir vorstellen.“ „Aha, seit wann macht ein Flittchen so etwas?“ „MISHA!!“ Nun wird mein Vater laut, wütend schaut er mich an, seine Augen sind voller Hass. „Misha…ich glaube wir sollten dir etwas erzählen.“ Meine Mutter klopft auf den leeren Platz neben sich, ihre Augen sind sehr traurig, dennoch lächelt sie. „Was ist los?“ Ich setze mich zu ihr und sie nimmt mich in den Arm. Sanft küsst sie meine Haare und streichelt meinen Oberarm, dann schaue ich zu meinem Vater. Er hält die Hand von diesem Flittchen´, mein Körper versteift sich, meine schlimmsten Albträume werden gerade wahr. „Mäuschen, dein Vater und ich lassen uns scheiden.“ „Wie bitte?“ „Ja, es ist besser so.“ „Wegen ihr?“ Ich fixiere die junge Frau, die vielleicht zehn Jahre älter ist als ich, wenn es hochkommt. „Wir lieben uns Misha und Michelle freut sich schon, wenn sie Zeit mit dir verbringen kann.“ „Lass mal mit einer Familienzerstörerin möchte ich nichts zu tun haben.“ Ich verschränke die Arme vor meinem Körper und schaue weiterhin böse zu ihr. Michelle scheint sehr niedergeschlagen deswegen zu sein, aber wieso nur? Immerhin will sie doch nur meine Familie zerstören und mehr nicht, reicht es nicht, dass sie schon hier ist? „Misha, es tut mir leid, dass du mich als einen bösen Menschen ansiehst, aber ich liebe deinen Vater wirklich. Du warst doch bestimmt auch schon mal verliebt oder?“ „Ja, aber nicht in einen verheirateten Mann mit Kind.“ Das muss gesessen haben, denn sie schluckt und ihr steigen Tränen in die Augen. Mein Vater schüttelt wütend den Kopf und nimmt das Miststück in den Arm. „Ich gehe jetzt, diese verrückte Show brauche ich nicht länger.“ „Misha bleib hier.“ Meine Mutter versucht mich noch am Arm festzuhalten, doch ich schüttele sie ab. „Nein, ich brauch das nicht, ich habe mich schon daran gewöhnt keine Familie mehr zu haben.“ Ich stürme hoch in mein Zimmer und packe ein paar Sachen zusammen, dann renne ich hinaus. Unschlüssig laufe ich drauf los, nebenbei tippe ich eine Nachricht in mein Handy. Ein kleines Lächeln huscht über mein Gesicht und ich ändere meine Richtung. An der nächsten Straßenbahnhaltestelle schaue ich nach und warte zehn Minuten. Dann kommt die Bahn und ich steige ein, genervt lasse ich mich auf meinen Sitz fallen. „Hey.“ Ich reagiere nicht, wird wieder nur so ein Blödkerl sein. „Hey Misha, hallo?“ Langsam drehe ich meinen Kopf, es ist Castiel der drei Reihen hinter mir sitzt, ich winke ihm zu und drehe mich wieder um. Sein wütendes Gegrummel ist nicht zu überhören, plötzlich sitzt er neben mir. „Was ist los mit dir?“ „Nichts.“ „Hör zu, ich bin vielleicht ein Mann, aber selbst ich merke, wenn was nicht stimmt.“ „Castiel…nerv mich nicht, ich will einfach nicht drüber reden ok?“ „Gut, also wäre ein Themenwechsel angebracht oder?“ Genervt nicke ich und schaue aus dem Fenster, die Bäume rauschen schnell an uns vorbei. „Wer meinst du macht das Rennen bei Sasa?“ „Sag mal…du merkst doch, dass ich keinen Bock habe zu reden, glaubst du wirklich, dass ich dann über das Liebesleben meiner besten Freundin rede?“ Castiel zieht die Augenbraue hoch, die Ader auf seiner Stirn sticht leicht hervor. „Cas, sorry, aber ich bin wirklich schlecht gelaunt. Aktuell möchte ich eigentlich nur irgendjemanden schlagen.“ „Danke lass mal, da biete ich mich nicht an. Möchtest du wirklich nicht reden?“ „Nein.“ „Fährst du zu jemandem, mit dem du reden kannst?“ „Ja.“ „Zu Armin?“ Er zwinkert mir zu, ich werde feuerrot, auf einmal fängt er an zu lächeln. „Alles in Ordnung?“ „Ja, was soll sein?“ „Du lächelst.“ „Und?“ „Naja, seit wann kannst du das?“ Er fängt laut an zu lachen und schlägt mir auf die Schulter, dann steht er auf. „Hör zu Misha, ich freu mich, wenn du den Gamer magst. Aber pass mit Kentin auf, er ist glaube ich nicht mehr das Weichei von früher.“ „Er wird nichts machen.“ „Da wäre ich mir nicht so sicher, bis morgen.“ „Bis dann.“ Schon sitze ich alleine in der Bahn und genieße die Ruhe, wieso denkt jeder so über Kentin? Nach weiteren vier Stationen steige ich nun auch aus, noch einmal schaue ich auf das Handy und versuche mich zu orientieren. Verwirrt laufe ich durch die Straßen, irgendwann stehe ich vor einem kleinen Häuschen. Ich klingle, ein großer Tumult geht drinnen los und die Tür wird aufgerissen. „Heeeyyy Misha, na wie geht es dir?“ „Hallo Alexy, alles in Ordnung?“ Lachend umarme ich ihn, er grinst mich unverblümt an. „Nichts, nichts, ich freue mich nur dich zu sehen.“ „Ahja.“ Armin steht leicht genervt hinter ihm, unsere Blicke treffen sich und er wird rot. Jetzt wird mir einiges klar, Alexy wird uns wohl nicht von der Seite weichen. „Hey Misha.“ „Hey.“ Ich lächle den dunkelhaarigen Jungen vor mir an, er nimmt mich kurz in den Arm. „Du klangst sehr besorgt, ist alles in Ordnung?“ „Meine Eltern lassen sich scheiden.“ Weinend drücke ich mich in seine Arme, ich spüre wie er seine Hände sanft über meinen Rücken streicht. „Komm erst einmal ins Wohnzimmer, dann reden wir ja?“ Die beiden geleiten mich in das geräumige Zimmer, was mich wundert ist, dass es hier keine Playstation gibt. Alexy geht in die angrenzende Küche und macht einen Kaba für mich. Ein paar Minuten später ist er wieder bei uns und setzt sich neben mich, auf der anderen Seite habe ich Armin. So erzähle ich ihnen alles, nur Sasa und Draguna wissen das noch. Ob es ein Zeichen ist, dass ich das Kentin nicht erzählt habe, aber Armin, den ich erst ein paar Tage kenne? „Willst du heute hier bleiben?“ Etwas verwirrt sehe ich Armin an und ich höre links ein Kichern. Natürlich ist das für Alexy besser als eine Soap, immerhin sind wir nun beide feuerrot. „Du kannst ja aber bestimmt auch bei Sasa schlafen, immerhin haben die beiden ja jetzt genug Platz.“ „Sasa hat derzeit größere Sorgen mit Rafael, da braucht sie nicht noch mich an der Backe haben.“ Traurig nehme ich meine Beine in den Schneidersitz und seufze. „Nana, was soll das denn? Sasa würde für dich alles tun das weißt du. Egal wie es gerade bei ihr aussieht, sie steht dir bei.“ „Ich glaube das ist ihr klar Armin, ihr geht es wohl eher darum, dass sie sich nicht noch um Misha sorgen soll.“ „Ja schon, auch wenn ich weiß, dass sie wohl lieber mir helfen würde als sich mit ihren eigenen Problemen zu befassen.“ „Das kann gut sein.“ „Also bleibst du bei uns.“ Armin lächelt und steht auf, fragend schaue ich ihm nach. „Er wird das Gästezimmer vorbereiten.“ „Achso.“ „Ist da jemand jetzt traurig?“ Er zwinkert mir zu und ich spüre, wie ich wieder rot werde, lachend steht nun auch er auf. „Kann ich irgendwas helfen?“ „Klar, du bleibst da sitzen und schaust fern.“ „Aber…“ „Du bist unser Gast, wenn meine Mutter heim kommt und mitbekommt, dass wir dich arbeiten lassen…“ „Ja?“ „Dann killt sie uns.“ „Oder nimmt mir wieder meine Playstation weg.“ Schmollend steht Armin im Türrahmen, er sieht wirklich niedlich aus. „Was willst du essen Misha.“ „Keine Ahnung, eigentlich habe ich gar keinen Hunger.“ „Du musst aber was essen Kleines.“ Seufzend sehe ich Alexy an, dann nicke ich, dennoch weiß ich nicht, was ich will. Die Haustür geht auf und eine Frau mittleren Alters mit schwarzen Haaren. „Hallo Mama, das ist Misha, sie schläft heute bei uns.“ Die Mutter der beiden sieht mich erst skeptisch an, dann nickt sie lächelnd. „Was mag unser Gast denn zu Abend essen.“ „Das weiß sie nicht, sie hat angeblich keinen Hunger.“ „Mhm, wie wäre es denn mit Pommes und Fischstäbchen?“ Ein kleines Lächeln umspielt meine Lippen, Armin sieht doch erleichtert aus, auch Alexy scheint zufrieden zu sein. „Dann geht ihr Drei mal hoch und ich mache das Abendessen.“ „Kommt Papa heute zum Essen.“ „Nein, er muss noch in der Galerie arbeiten, es wird wieder ziemlich spät.“ Die beiden nicken traurig und gehen dann mit mir hoch, neugierig schaue ich in die Zimmer. „Das hier ist dein Zimmer.“ Ich sehe, dass Armin das Bett bezogen hat und meinen Rucksack auf den leeren Stuhl gelegt hat. Dann gehen wir weiter, links liegt Alexys Zimmer und rechts Armins. Dort gehen wir nun auch hinein, man wird fast erschlagen von Spielen für alle möglichen Konsolen. „Du bist ja besser ausgestattet als manches Kaufhaus.“ „Danke, hast du Lust zu spielen?“ Kommentarlos lasse ich mich auf das hintere Ende des Bettes fallen. „Dann lasse ich euch beiden mal alleine.“ „Ach komm Alexy du kannst doch auch mitspielen.“ Armin fischt ein Spiel aus einer großen Box, es ist „Super Mario Kart“, der blauhaarige Junge grinst. Schon sitzt er neben mir, Armin gesellt sich auf die andere Seite. Wir spielen eine Zeit lang, bis Armins Mutter uns zum Essen ruft, schnell gehen wir runter und setzen uns an den gedeckten Tisch. Natürlich möchte sie wissen, warum ich heute da schlafe, ich druckse etwas herum. Alexy erzählt ihr irgendwann die ganze Geschichte. Traurig schaut sie mich an, sie erzählt mir, dass auch ihre Eltern sich haben scheiden lassen. „Meinst du nicht, dass sie sich Sorgen machen werden?“ „Nein, ich bin ihnen ja sowieso egal.“ „Das bist du nicht Misha, du bist ihre Tochter.“ „Aber wenn sie mich lieben würden, würden sie sich nicht scheiden lassen.“ Die Schwarzhaarige zieht eine Augenbraue hoch und schüttelt den Kopf. „Du bist doch alt genug oder? Du brauchst deine Eltern doch nicht mehr in einem Haus oder? Wieso sollen sie zusammen bleiben, wenn sie sich nicht mehr lieben? Nur wegen dir? Ist das nicht etwas egoistisch Misha?“ Die Worte treffen mich hart, aber ich fange an, darüber nachzudenken. „Gibst du mir Recht?“ „Irgendwie schon…aber es sind doch meine Eltern.“ „Natürlich, aber müssen immer nur sie das Beste für dich wollen? Du müsstest das doch auch oder nicht?“ „Ja…“ „Und wenn er diese Michelle liebt, musst du das akzeptieren.“ „Aber das Mädchen ist doch gerade mal ein paar Jahre älter als sie.“ „Genau Armin hat Recht, das ist ja fast so, als würde er mit seiner eigenen Tochter ausgehen.“ „Nana, jetzt mal halblang meine Lieben. Heutzutage ist es doch oft so, dass man sich jemand Jüngeres oder Älteres sucht.“ „Aber doch nicht fast dreißig Jahre Mama!“ Alexy schaut etwas angeekelt, ich kann das gut nachvollziehen, auch Armin schüttelt den Kopf. „Ach Kinder, werdet auch etwas älter, dann seht ihr das anders.“ „Lass mal Mama, das muss nicht sein.“ Armin steht auf und räumt die Teller rein, auch ich will aufstehen, doch Alexy drückt mich wieder in meinen Sitz. „Willst du immer noch hier schlafen?“ „Ja, ich möchte jetzt einfach nicht nach Hause, weil ich mir denken kann, dass sie warten.“ „Gut, dann lass mich aber anrufen und ihnen sagen, dass du bei uns bist. Sie sollen sich ja keine Sorgen machen oder die Polizei rufen.“ Geschockt reise ich die Augen auf, darauf bin ich gar nicht gekommen, dass sie sich solche Sorgen machen könnten. Sie steht auf und läuft zum Telefon, Armin gibt ihr meine Nummer und dann telefoniert sie sehr lange. Natürlich lauschen wir unauffällig und bleiben still am Küchentisch sitzen. Nach einer halben Stunde kommt sie wieder zu uns. „Na habt ihr alles mitbekommen?“ „Soweit ja, aber warum hast du so lange geredet?“ „Weil ich natürlich auch die Mutter von Misha etwas kennenlernen wollte.“ Ich schaue etwas verwirrt, Armin seufzt und wird rot, Alexy kichert vor sich hin. „Naja, ich glaube ich gehe dann mal schlafen. Morgen ist ja wieder Schule und ich habe es ja doch etwas weiter als ihr.“ „Ok, wir gehen auch mit hoch.“ Alexy verschwindet schnell in seinem Zimmer und wir stehen alleine auf dem Gang. „Naja, ich gehe dann auch mal schlafen. Falls was ist…“ „Danke Armin.“ Ich umarme ihn und ganz langsam legt er seine Arme um mich. Eigentlich will ich ihn gar nicht loslassen, doch er räuspert sich irgendwann und ich schaue zu ihm hoch. „Ja?“ „Naja Misha…“ „Mhm?“ Er schaut mir in die Augen, dann schüttelt er den Kopf und küsst mich. Ganz perplex habe ich die Augen immer noch offen, auf einmal fühle ich mich wie beim Achterbahn fahren. Alles dreht sich und es fühlt sich so gut an, langsam schließe ich die Augen. Nach ein paar Minuten lässt er von mir ab und verschwindet sofort in seinem Zimmer. Verwirrt stehe ich nun da, von links höre ich ein Flüstern, Alexy steht in der Tür. Ich schleiche zu ihm und er schließt die Tür hinter sich, er deutet auf den flauschigen Sitzsack und ich setze mich. „Du willst wissen, was das eben war oder?“ „Ja eigentlich schon.“ „Du müsstest gemerkt haben, dass mein Bruder dich ziemlich gern hat oder?“ „Ja.“ „Aber du weißt schon, dass es da ein Problem gibt?“ Verwirrt sehe ich ihn an, was meint er bitte? „Kentin?“ „Wieso?“ „Weil du ja irgendwie anscheinend mit ihm angebandelt hast.“ „Wer sagt das?“ „Jeder.“ Alexy sieht mich etwas böse an, natürlich will er seinen Bruder schützen, was ich zu gut verstehen kann. „Alexy…was willst du von mir hören?“ „Das du ihn willst.“ „Ich…ach keine Ahnung.“ „Dir ist klar, dass das böse enden kann?“ „Wieso sollte es?“ „Weil ich Kentin nicht traue.“ „Sag mal…wieso traut ihm niemand? Warum sollte er hier voll seine Army-Künste raushängen lassen?“ „Weil der Kerl nicht ganz dicht ist und ich ihm einiges zutraue in der Hinsicht.“ „Ach Alexy, der wird nichts machen, weil er ja weiß, wie ich sowas finde.“ „Männern ist das egal.“ Nachdenklich schaue ich mich in seinem Zimmer um. „Naja, ich geh dann mal schlafen.“ „Versuche dich zu entscheiden klar?“ „Jaja, ich heiß ja nicht Sasa.“ Grinsend verlasse ich das Zimmer, wenn sie das gehört hätte.
Die nächsten Tage verlaufen ruhig, obwohl ich wieder daheim bin. Mein Vater ist dieses Mal endgültig ausgezogen und meine Mutter ist leicht neben der Spur. Das komplette Haus dekoriert sie um, auch sich selbst hat sie stark verändert. Sie war beim Friseur und macht nun auch viel Sport. Das Finale rückt immer näher und wir werden alle etwas nervös, mich wundert es, dass Rafael nichts mehr getan hat. Die ganze Zeit hat er immer versucht Sasa von sich wieder zu überzeugen, ob er einen Plan hat? Am Dienstag vor dem Finale sitze ich in einer sehr langweiligen Mathestunde, auf einmal klingelt mein Handy. „Misha! Wie oft habe ich Ihnen schon gesagt, dass sie dieses Teil ausschalten sollen.“ „Entschuldigen Sie bitte, der Anruf ist sehr wichtig.“ „Aha, wer ist es denn?“ „Wissen Sie, meiner Omi geht es nicht so gut und da muss ich jetzt schnell ran.“ Sofort sprinte ich aus dem Saal, er muss ja nicht mitbekommen, dass ich flunkere. „Hey was gibt´s?“ „Du solltest schnell herkommen Misha, deine Jungs haben sich geprügelt.“ „Sie haben was?“ „Komm einfach ja? Armin hat es ziemlich erwischt.“ Schnell renne ich wieder in den Saal und packe meine Tasche, der Lehrer zieht eine Augenbraue hoch. „Hören sie, ich muss ziemlich dringend weg.“ „Wegen ihrer Oma?“ „Nein nicht ganz, es ist dennoch ziemlich wichtig.“ Ohne darauf zu hören, was er weiter sagt renne ich raus, immerhin ist schon Notenschluss, ich bräuchte ja gar nicht mehr zu kommen. Es stehen ja nur noch die Abschlussprüfungen an, alles andere ist erledigt, da ich dort sowieso nicht bleiben will ist es mir egal. Nach einer viertel Stunde bin ich endlich an der Schule angekommen. Draguna hatte mir gesagt, dass sie bei Nate im Schülersprecherzimmer sind. Ich reise die Tür auf und sehe Armin auf der Couch liegen, schnell gehe ich zu ihm. „Alles in Ordnung?“ „Der Arsch hat mir glaube ich die Nase gebrochen.“ „Wieso habt ihr euch geprügelt?“ „Wegen wem wohl.“ Mario steht mit Alexy in der Tür, beide sehen nicht begeistert aus. Geknickt schaue ich wieder zu dem leidenden Armin, ich drücke mich zu ihm auf die Couch. Die anderen erzählen mir, was passiert ist, dennoch frage ich mich wo Kentin ist. Meine Frage wird aber schnell beantwortet, da er auf einmal in der Tür steht. Sein Blick fällt auf mich und Armin, er wirkt sehr verletzt, dann macht er einen Schritt auf mich zu. Sasa stellt sich in den Weg, daneben steht sofort Draguna. „Denk nicht mal dran.“ „Als ob du gegen mich eine Chance hättest Sasa.“ „Versuch es ruhig Kentin, an mir kommst du nicht vorbei.“ In Sasas Blick ist so viel Hass, das sind wir alle nicht gewohnt. „Lass die beiden einfach in Frieden verstanden?“ Kentin wird am Kragen von Castiel rausgezogen und ich kuschle mich weiter an Armin, die anderen grinsen uns alle an. Sasa und auch Draguna folgen den beiden, mir ist das aber alles egal und streiche nur durch Armins Haare.
Endlich ist das Finale, ich bin total aufgeregt und auch nervös, immerhin sind wir große Favoriten. Ich hole Draguna ab, da Sasa schon in der Halle ist, weil Robert sich mit ihr treffen wollte. „Sag mal darf er das überhaupt?“ „Keine Ahnung Misha, aber mir kommt das auch etwas seltsam vor.“ „Ob Rafael da seine Finger im Spiel hat?“ „Nein glaube ich nicht, wir sollten nicht so paranoid werden was ihn betrifft.“ „Dein Wort in Gottes Ohren Draguna…“ Wir laufen gemütlich zur großen Festhalle, auch die Jungs sind schon da, wir suchen aber erst einmal nach Sasa. Irgendwann treffen wir Robert, er steht gerade bei einem der Lichttechniker. „Hey Robert, wo ist denn Sasa?“ „Weiß ich nicht, ich habe sie heute noch nicht gesehen.“ „Aber du hattest ihr doch eine SMS geschrieben, dass du dich mit ihr treffen wolltest?“ „Wie bitte? Sowas darf ich doch gar nicht, ich würde euren Sieg doch nicht aufs Spiel setzen.“ „Naja, sie hat auf jedenfall eine SMS bekommen und wollte früher herkommen, aber wir finden sie nirgendwo.“ „Bei mir war sie definitiv nicht, tut mir leid.“ Draguna und ich sehen uns etwas panisch an, dann laufen wir schnell zu den Jungs und erklären ihnen die Situation. „Ob ihr alles zu viel wurde und sie abgehauen ist?“ „Nein, auf keinen Fall.“ „Es wäre aber nicht das erste Mal Mario…“ „Ja Misha, aber nein, sie ist stärker geworden.“ „Hoffen wir es mal.“ Die anderen sehen mich sehr vorwurfsvoll an, aber ich bleibe skeptisch. Wir suchen eine gefühlte Ewigkeit nach ihr, bis Nate mit ihr auftaucht, er erzählt uns alles. Rafael hat da seine Finger natürlich im Spiel gehabt, ein bisschen habe ich ein schlechtes Gewissen. Wir bringen den Auftritt hinter uns und dann geht alles ganz schnell, natürlich haben wir, also Sasa gewonnen. Sie hält eine niedliche Rede und das sie mit uns eine Band gründen wird Wir feiern noch den ganzen Abend, bis jeder von uns müde und erschöpft ins Bett fällt.
Die nächsten Wochen werden noch einmal sehr anstrengend, da die Abschlussprüfungen anstehen. Leider muss ich sogar eine doppelte Prüfung ablegen, da ich endlich zu Sasa und Draguna auf die Schule möchte. Eine Woche vor Schulschluss werde ich zu meinem Rektor gerufen, ich bin total nervös. „Ah da bist du ja Misha. Deine Testergebnisse liegen vor.“ Ich setze mich auf den Stuhl, ich bin sichtlich nervös und fange an zu zittern. „Dir ist klar, dass ich das nicht so berauschend finde, dass du einfach die Schule wechseln willst. Aber wirklich einfach hast du es ja nie hier gehabt. Hast du da denn wenigstens Freunde?“ „Ja, meine besten Freunde sind dort.“ „Ok, naja, also versetzt bist du schon mal, da hast du alles bestanden. Der Test von deiner neuen Schule kam heute auch an, du hast mit neunundneunzig Prozent bestanden.“ Nun kann ich gar nicht mehr aufhören zu grinsen, ich male mir das neue Leben schon aus. „Aber bitte behalte diese Leistung bei ja? Ihr solltet euch nicht auf euer musikalisches Talent verlassen.“ „Ja, schon klar, aber wir wollen diese Chance nun einfach ergreifen.“ „Verständlich, ich wünsche dir da auch sehr viel Glück und Erfolg, aber seid auch vorsichtig. Nicht alles was glänzt ist Gold.“ „Danke.“ Ich nehme meine Unterlagen und verlasse das Rektor Zimmer. Nach Schulschluss gehe ich zu Sasa und Mario, doch beide sind noch nicht da. Also setze ich mich auf die Treppe vor dem großen alten Haus und warte. „Misha? Was machst du denn hier?“ „Oh, hallo Frau Renner, ich warte auf Sasa und Mario.“ „Na komm, ich lass dich rein, ich wollte ihnen sowieso ein bisschen was vorbei bringen.“ Tante Maria nimmt mich bei der Hand und zieht mich ins Haus, still stehen wir nebeneinander im Aufzug. „Schläfst du heute wieder hier?“ „Ja, ich halte es mit meiner Mutter alleine einfach nicht mehr aus.“ „Mhm.“ „Ist das so unverständlich?“ Sie öffnet die Tür und lässt mich hinein, wir gehen ins Wohnzimmer. „Aber nein meine Liebe, ich bin immerhin mit fünfzehn von daheim abgehauen, ich weiß wie das ist.“ „Wie? Einfach abgehauen?“ „Ja, ich bin nach Amsterdam und habe von dort aus meine Karriere gestartet. Aber noch einmal würde ich das wohl nicht machen, es war ziemlich schwierig wieder mit meiner Familie anzubandeln.“ „Naja, ich will ja jetzt auch nicht einfach abhauen oder so, aber ich bräuchte meinen Freiraum.“ „Ihr verdient ja aber noch nicht großartig oder?“ „Nein, erst nach der Unterzeichnung des Vertrages in zwei Wochen. Aber ausgezahlt wird das erst dann im September oder so.“ „Sag mal…wieso ziehst du nicht hier ein?“ „Wie bitte?“ „Naja, hier sind noch zwei Gästezimmer, da kannst du ja auch einziehen.“ Maria lächelt mich an und setzt den Wasserkocher auf. Leicht perplex sehe ich sie an und fange an zu stottern, dann macht sie eine Handbewegung und ich bin ruhig. „Sei ruhig, es ist beschlossene Sache, du ziehst hier ein.“ „D-danke.“ „Kein Problem, brauchst du etwas anderes an Möbeln?“ „Äh….nein?“ „Ok, wenn irgendwas ist rufst du an, oder besser…lass dir einfach von Sasa meine Kreditkarte geben.“ „Aber…“ „Nichts aber, ihr Kinder seid für mich wie meine eigenen Kinder, da will ich, dass es euch gut geht.“ „Danke Maria, aber ich weiß nicht, wie ich das mit der Miete machen soll.“ „Welche Miete? Du wirst hier kostenlos wohnen.“ „Aber…“ „Wie schon gesagt, nichts aber. Ich möchte nur, dass die Schule nicht darunter leidet.“ „Natürlich.“ „Braves Mädchen, so ich habe dir einen Tee gemacht, die beiden sollten eigentlich auch gleich da sein.“ „Danke.“ Sie verabschiedet sich mit zwei Küsschen und so sitze ich nun alleine in der großen Wohnung. „Wow…hier wohne ich dann also.“ Nach einer halben Stunde sind auch Sasa und Mario da, beide freuen sich total, dass ich aufgenommen wurde. Als ich ihnen dann noch erzähle, dass ich auch noch hier einziehen werde sind sie ganz aus dem Häuschen.
Endlich kommt unser wohlverdienter Sommerurlaub, wir fahren alle gemeinsam mit Dakota nach Australien. Draguna und ich sind sehr skeptisch, wie das was werden kann. Immerhin hat sich Sasa immer noch nicht offiziell entschieden, wen sie zum Freund haben will. Wir sitzen zu dritt in einer Reihe, Sasa hat so lange gepienst, bis wir sie ans Fenster gelassen haben. Aber dann schläft sie einfach ein, ich hätte wenigstens rausgeschaut, naja, so unterhalte ich mich mit Draguna. Anscheinend hat Dakota richtig viel Kulturelles mit uns vor, was mich doch sehr erstaunt. Die Ankunft verläuft super, nur die Hitze macht uns allen etwas zu schaffen, da wir das einfach nicht gewohnt sind. Das Haus ist der absolute Hammer, so langsam fühle ich mich wie ein Star! Wir verbringen die Tage sehr unterschiedlich, mal nur am Wasser, dann mit Kulturprogramm. Man kann sagen was man will, aber Dakota weiß, wie man einen guten Urlaub plant. Mein armer Armin hat starken Sonnenbrand und will sich gar nicht mehr bewegen. Liebevoll creme ich ihm als den Rücken ein, bis er sich irgendwann schält. Sam ist mittlerweile sehr komisch drauf, er scheint ein Mädchen kennengelernt zu haben, will sie uns aber nicht vorstellen. Sasa hat endlich die Dates mit den Jungs, sie ist darum echt zu beneiden. Sie versuchen sich wirklich gegenseitig zu überbieten, aber meiner Meinung nach ist Castiels Date am besten. Leider rückt mit dem Tag ihrer Entscheidung unser Urlaubsende immer näher. Aber wie sollte es anders sein bei Sasa, egal wie sie sich entscheidet es gibt ein Drama. „Wieso hat sie eigentlich dieses bescheuerte Weglauf-Gen?“ „Keine Ahnung Armin, aber manchmal kann ich sie ziemlich gut verstehen.“ „Würdest du jemals weglaufen?“ „Wenn dann nur mit dir.“ Liebevoll küsse ich ihn und er schlingt seine Arme um mich. „Wir könnten doch auch einfach hier bleiben oder?“ „Und von was willst du leben Armin?“ „Keine Ahnung uns fällt was ein.“ „Aber wieso denn? Ich meine, wenn ich jetzt dann bei Sasa und Mario wohne, ist das doch eh viel cooler.“ „Da hast du Recht, immerhin haben die nichts dagegen, wenn ich auch da bin.“ „Genau.“ Ich drehe mich um und sehe, das Castiel Sasa auf den Armen hat. Sofort steigt Panik in mir auf, aber dann sehe ich sie lächeln. Mir fällt ein Stein vom Herzen, Dakota und Nate sind ziemlich sauer, kann man ja verstehen. Die beiden verschwinden und nun sind wir nur noch Paare am Strand. Gemütlich setzen wir uns alle in den Sand und unterhalten uns, Castiel ist so ausgeglichen wie noch nie. Ziemlich spät trennen wir uns alle und quatschen noch in unserem Zimmer.
Leider ist nun unser letzter Tag in Australien gekommen, aber immerhin beenden wir ihn mit einem fantastischen Barbecue. Endlich will Sam uns seine Freundin vorstellen, denn er ist nun endlich offiziell mit ihr zusammen. Draguna ist noch ziemlich skeptisch, ob wir sie mögen werden und das alles, aber ich mache mir da keine Sorgen. Ich bereite mit ihr und Sam die Cocktails vor, Sasa und Cas legen das Fleisch ein. Wir planen insgeheim schon unsere Tour und schwärmen von Hotels in denen wir noch nie waren. Dann endlich ist es so weit, das Barbecue beginnt. Wir lachen viel und haben richtig Spaß, dann kommt Sam endlich, er hat ein hübsches Mädchen dabei. Doch mit einem Schlag ist sie mir unsympathisch, ich bemerke die Reaktion von Lys, Cas und Nate. Selbst Sasa ist auf einmal etwas nervös, ich leide mit ihr, es ist wirklich komisch. „Das ist Cas seine Ex.“ Verblüfft reise ich die Augen auf, na das kann ja heiter werden.
Halloween Special 2014 - Sweet Amoris feat. Chucky die Mörderpuppe
2 Kommentare Eingestellt von Sasa um 18:00
Und wer nicht auf Sasa hört, der wird geschlachtet.
Eure Coon
„Vergiss es Mario, den Scheiß mache ich nicht mit.“ „Komm schon Castiel, du weißt genau, dass das Sasa gefallen würde.“ Der schwarzhaarige Junge grinst seinen Freund an, dieser seufzt nur und nickt. „Es ist so toll zu wissen, womit man dich rumkriegen kann Casilein.“ „Nenn mich nicht so.“ „Ich weiß, dass darf nur Sasaleinchen.“ „Also…was soll ich machen?“ „Mhm, da du nicht so dekorativ begabt bist, denke ich mal, dass du mit Nate und Kentin einkaufen gehen kannst.“ „Mit Nate?“ „Was? Ihr versteht euch doch wieder, er hat doch Jenny und ist mega glücklich mit ihr.“ „Ja, schon klar, aber er ist immer noch eine Memme.“ „Na komm schon, du willst nur nicht zugeben, dass du ihn mittlerweile magst.“ „Kommt Dake mit Sakura auch?“ „Ja, er hat extra den New York Trip abgesagt wegen unserer Party.“ „Wie gnädig er doch ist.“ „Wenn Kentin mit mir einkaufen geht…was macht Yogan dann?“ „Die wird mit mir, Draguna, Misha, Kim und Amber dekorieren.“ „Ok und wo ist Sam?“ „Der ist mit Sasa bei Tante Maria auf dem Land, er lenkt sie dort ab, damit wir dekorieren können.“ „Schlau…warum darf ich sie nicht ablenken?“ Castiel grinst anzüglich, Mario verdreht die Augen und seufzt. „Tzja, wir dachten, dass wir dich mal quälen wollen wenn schon mal Halloween ist.“ „Danke dir.“ „Los beweg dich, die Jungs warten unten.“ Mario schiebt ihn aus der Tür und in den Aufzug rein, schnell drückt er ihm die American Express in die Hand und winkt. Castiel steckt die hochwertige Kreditkarte genervt ein und schaut auf sein Handy. Vier Nachrichten von Sasa, er muss grinsen, sie scheint ihn sehr zu vermissen. Schnell tippt er einen Text hinein und schiebt das Handy wieder in die hintere Hosentasche. Er öffnet die Haustür und da stehen auch schon Kentin, Nate und Alexy. Etwas abseits steht Armin mit seinem Gameboy und flucht lauthals. „Bist du dir sicher, dass wir ihn mitnehmen sollen Alexy?“ „Wir stellen ihn einfach in die Spieleabteilung und holen ihn später ab.“ Grinsend schiebt er seinen Zwillingsbruder vor sich her bis zur Straßenbahn, dann machen sie sich auf den Weg zum Einkaufscenter in der Innenstadt. Stundenlang rennt Alexy durch die Gänge und wirft viele Sachen in die Einkaufswägen, die die drei Jungs vor sich herschieben.
Mario öffnet die Tür und lässt die Mädchen hinein, sie lassen sich erst einmal auf dem großen Landschaftssofa nieder. Der schwarzhaarige Junge holt fünf Tassen und stellt die Teekanne mit auf das Tablett. Dann geht er zu den schwatzenden Mädels und setzt sich zwischen Mischa und Draguna, er muss lächeln, wie gut sie sich verstehen. „Sag mal Yogan, wann kommt Jenny denn zu uns?“ „Sie wollte gegen zehn da sein, sie kommt direkt aus Wien vom Shooting.“ „Hoffentlich bringt sie auch was von dem Zombie-Shooting mit.“ „Bestimmt, sie sollte angeblich die Bilder direkt mitbekommen.“ Es klingelt und Mario öffnet die Tür, die Jungs kommen mit vielen Tüten beladen zurück und leeren alles auf dem großen Teppich aus. „Da wart ihr aber fleißig.“ Erstaunt schaut sich Amber den ganzen Kram mit hochgezogener Augenbraue an. Castiel gibt Mario die American Express zurück, dann schaut er doch nochmal auf die Karte. „Sag mal, wieso hast du die Karte von Raffael?“ „Er wollte, dass wir eine coole Party schmeißen, wenn er schon nicht dabei sein kann.“ „Wo ist der eigentlich?“ „Mein zuckersüßer Freund muss leider seinem Vater bei einer Hoteleröffnung in Berlin helfen.“ „Hotel?“ „Ja, sein Vater will nun in andere Geschäfte investieren.“ „Aha, interessant.“ Mario und Alexy diskutieren über die Deko und schon geht es los, jeder bekommt eine Aufgabe und so sind sie bis zum Abend beschäftigt.
Sasa sitzt gelangweilt im Sessel bei ihrer Tante auf dem Bauernhof und gähnt laut. „Wie lange sollen wir hier bitte noch warten?“ „Deine Tante wollte dir halt noch etwas mitgeben, weil doch Halloween ist.“ „Ja schon klar, aber wir wollten doch heute Abend in die Innenstadt, kleine Kinder erschrecken.“ „Sasa… so etwas macht man nicht.“ Tante Maria kommt in das Wohnzimmer gestürmt und schaut ihre Nichte böse an. „Aber…“ „Nichts da, ihr werdet gemütlich daheim Horrorfilme schauen verstanden?“ „Aber Tante Maria…“ „Hier, ich habe euch viele Süßigkeiten eingepackt für die Kinder und für euch habe ich auch ein paar Leckereien.“ „Danke.“ „Nun geht schön nach Hause, der Zug sollte auch bald kommen.“ „Ja danke, bis dann.“ Sasa ist etwas angesäuert und schnappt sich zwei der Taschen. Sam folgt ihr schnell und läuft still neben ihr her, dann versucht ihr ein Gespräch zu beginnen. „Wieso bist du denn jetzt so sauer?“ „Weil Castiel und ich das seit zwei Jahren so machen.“ „Ach komm schon, die anderen wollten die Chucky-Filme besorgen und deine Tante hat voll das coole Fingerfood gemacht.“ „Ist ja in Ordnung, aber ich wollte doch ein cooles Kostüm tragen.“ „Kannst du doch, dein Kostüm liegt bei mir und da fahren wir schnell hin, damit wir gemeinsam und kostümiert ankommen.“ „Ist es mein Kostüm?“ „Natürlich, Cas hat es vorbeigebracht und ja er wird seins auch anziehen.“ „Gut.“ „Wie kamt ihr eigentlich darauf?“ „Ich liebe diesen Film einfach, da passt das doch oder nicht?“ „Jack Skellington und Sally, das süßeste Halloween-Paar neben Chucky und seiner Braut.“ „Ne die Puppen sind mir suspekt und machen mir Angst.“ Sam schaut sie etwas schockiert an, denn er weiß von der Deko und hofft, dass Sasa sich nicht zu sehr gruseln wird.
Zwei Stunden später kommen Sasa und Sam endlich in Paris an und ziehen sich um, danach fahren sie mit der Bahn weiter. Die Rothaarige schließt die Tür auf und auf einmal fängt sie panisch an zu schreien, auf sie kommt eine lebensechte Chucky-Puppe zugeflogen und landet in ihrem Gesicht. Sasa schreit immer lauter und panischer, bis sie sich hinter Sam versteckt, sogar Tränen laufen ihr die Wangen hinab. „He ist doch alles in Ordnung, es ist nur eine Puppe.“ Castiel steht im Türrahmen und grinst sie mit der Skelett-Fratze an. „Das ist nicht lustig Cas, du weißt genau, wie sehr ich diese Puppe hasse.“ „Aber die Filme sind super und die werden wir heute Nacht alle schauen.“ „Ihr wollt wirklich, dass ich die nächsten Nächte nicht mehr schlafe?“ „Jap.“ Sasa folgt ihrem Freund händchenhaltend in das große Wohnzimmer, sie muss kurz schlucken. Die Deko ist mehr als gelungen, sie würde wohl zwei Wochen lang nicht mehr schlafen können. „Ich hab Angst.“ „Das ist alles außer der Puppe, nicht beweglich.“ „Gut.“ Dennoch klammert sie sich etwas fester an den Rothaarigen, dieser lächelt sie an und küsst ihre Stirn. Es klingelt, die Tür geht auf und alle hören sie, wie auch Sakura laut aufschreit, wutentbrannt kommt sie hereingestürmt. „Sag mal spinnt ihr?“ Ihr Kostüm ist wirklich faszinierend, sie ist eine sexy Mumie und Dakota ist ebenfalls eine Mumie, nur halt eine tätowierte Mumie. Alle haben sich coole Paarkostüme ausgedacht. Natürlich ist alles Gruslige vertreten und schnell wird sich über die Cocktails mit abgetrennten Fingern, Augen und sonstigen Körperteilen hergemacht. Dann wird zu Tisch gebeten, was in diesem Fall der Wohnzimmertisch ist. Misha und Draguna haben eine andere Art der Pizza hergestellt. Sie sieht zum Anbeißen gut aus, aber leider auch sehr abartig, wer hätte gedacht, dass man sowas mit einer Pizza machen kann? „Ich will eigentlich gar nichts essen…“ „Wieso? Weil dir die Pizza Angst macht?“ „Ja.“ Sasa lässt sich neben Castiel und Mario nieder, auch die anderen suchen sich ihre Plätze. Dann wird das Licht gedimmt und der Film geht los, doch nun steht die Rothaarige noch einmal auf. „Was machst du?“ „Chucky auf die Terrasse legen, das Ding will ich hier drin nicht haben.“ Alle lachen sie aus, doch Sasa ist sich so sicherer, endlich kann sie anfangen zu essen. Doch der Film gefällt ihr überhaupt nicht, auch die anderen Mädchen überlegen sich, keine Puppen für ihre Kinder zu kaufen.
Mittlerweile sind sie bei dem dritten Film angelangt, als draußen ein Unwetter losgeht. Nun ist der Film doch grusliger als gedacht. Die Mädchen drücken sich etwas an die Jungs und haben nun nur Augen für die Blitze die auf den Boden krachen. Auf einmal geht einer auf die Terrasse nieder, sie schreien auf. „Die Puppe!“ Sasa wird blass, der Blitz ging dort hinunter, wo Chucky lag. Nun sind alle doch etwas nervös, immerhin kennt man ja den Beginn von der Filmreihe. Castiel und Dakota grinsen kurz, dann schauen sie zu der Rothaarigen. „Tzja, jetzt lebt das Scheusal und wir werden alle sterben.“ „Halt die Klappe Dake.“ Sakura sieht ihn wütend an, dann schaut sie hinaus, der Platz ist leer. „Wo ist sie?“ „Gute Frage.“ „Cas…ich hab Angst…“ „Ganz ruhig, die Puppe ist bestimmt einfach nur verkokelt.“ Der nächste Blitz schlägt ein und nun ist der Strom weg, Sasa und Mario kreischen um die Wette. „Achja, unser männlicher Mario.“ „Halt die Klappe, verdammt.“ „Was machen wir jetzt?“ „Am besten erst einmal ein paar Kerzen anmachen, dann sehen wir weiter.“ Misha und Draguna gehen zu dem großen Schrank und holen noch weiter Kerzen raus. Jenny und Yogan suchen ein paar Feuerzeuge. Amber ist genervt und versucht auf ihrem Handy eine SMS zu tippen, doch leider hat sie keinen Empfang. „Verdammter Scheiß.“ „Amber wir haben grad ein größerer Problem, als dein blödes Handy.“ Alexy ist genervt und nimmt sich eine Kerze, dann steht er auf und geht zur Terrassentür. „Leute??Da ist keine Puppe und auch keine verkokelten Teile. Da ist einfach gar nichts!“ „Das kann doch gar nicht sein, verarsch uns nicht.“ Nate geht zu ihm, er versteift sich etwas und dreht sich dann zu den anderen um. „Er hat Recht. Die Puppe ist weg.“ Auf einmal hört man ein tiefes böses hasserfülltest Lachen, das einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Sasa fängt an zu zittern, auch die anderen Mädchen werden etwas blass. „Was ist das?“ „Habt ihr noch einen Scherz in der Hinterhand?“ „Nein, leider nicht Leute…das sind wir wirklich nicht gewesen.“ „Aber eine Puppe kann nicht lebendig werden verdammt.“ „Anscheinend doch?“ „Nein, das kann nicht sein, das war bestimmt irgendwas anderes.“ „Und was bitte?“ „Keine Ahnung.“ Sie hören, wie in Sasas Zimmer eine Scheibe eingeschlagen wird, wieder dieses Kichern. „Ich geh da nie wieder rein.“ „Ich schaue nach.“ „NEIN.“ „Ganz ruhig, das ist nur eine Puppe und die lebt nicht mal von daher. Das ist bestimmt Raffael der uns ärgern will, dem haue ich gerne eine rein.“ Der Rothaarige geht langsam auf die große Tür zu und öffnet sie, wieder ein seltsames Kichern. „Leute da drin ist nichts, geschweige denn davon, dass es dunkel ist. Kann mir mal jemand eine Kerze geben?“ Dakota gibt ihm eine und folgt ihm in das Zimmer. „Passt auf ja?“ Auf einmal knallt die Tür hinter ihnen zu, die Mädchen schreien los. „Ganz toll.“ „Mach die Tür wieder auf.“ Dakota rüttelt an der Türklinke, doch es tut sich nichts. „Ist zu.“ „Super. Sasa? Mach mal die Tür auf.“ Sie hören Schritte, ein rütteln, doch nichts passiert. „Ist zu.“ „Was kann das nur sein?“ „Thihihihihihiii, ich bring euch alle um.“ „Wer war das?“ „Tzja, wer meinen Zorn heraufbeschwört braucht sich nicht zu wundern, wenn ich ihm die Kehle durchschlitze.“ „Alter Raffael lass den Scheiß verstanden?“ „Tust du nur so, oder bist du so blöd Junge? Glaubst du wirklich, dass ich euer Kumpel bin, der euch nur einen Scherz spielt?“ Dakota schaut zu Castiel der jetzt etwas verwirrt aussieht. „Cas? Ich glaube wir haben ein großes Problem.“ „So groß bin ich gar nicht.“ Ein Blitz erhellt das Zimmer und vor Dakota steht Chucky mit einem höllischen Grinsen, die Puppe bewegt sich viel zu schnell und sticht in das Bein des Blonden. Dake schreit laut auf, Cas hebt ihn fest, doch die Puppe ist schneller als er. „Lass bloß die Finger vom Blondchen, der kommt jetzt mit mir.“ „Seit wann nimmst du Geiseln?“ „Ach lass das mal meine Sorge sein, ich will heute auch ein bisschen Spaß.“ Cas sieht sich im Zimmer seiner Freundin um, dann sieht er den Briefbeschwerer in Pinguinform, schnell greift er danach. Chucky versucht ihm hinterherzukommen, Cas dreht sich um seine eigene Achse und haut der Puppe auf den Kopf. „Dake schnell!“ Er humpelt zur Tür, doch diese ist immer noch verschlossen. „Brecht die Tür auf!“ „Aber die Tür.“ „Verdammt scheiß auf die Tür.“ Castiel tritt mit einem gezielten Schlag auf das Schloss und es gibt nach, schnell laufen sie raus und schließen die Tür. Die Mädchen sehen panisch zu ihnen hin, Castiel brüllt etwas und Nate versucht schon den Schrank vor die Tür zu schieben. Sam und Alexy versuchen ihm zu helfen, auch Kentin kommt nun hinzu, ganz knapp können sie diese schließen. „Verdammt was war das bitte?“ „Cas…ich glaube das war wirklich Chucky da drin.“ „Nein, das ist ein Film, die Puppe existiert nicht verdammt.“ „Doch, anscheinend schon.“ „Ich will hier raus.“ „Ganz ruhig Mädels, es wird für alles eine logische Erklärung geben.“ „Bei sowas gibt es keine logische Erklärung.“ „Genau, am besten hauen wir ab, das wird zu gefährlich hier.“ „Und wohin bitte? Dieses kleine Monster kann uns ja überall hin folgen.“ „Mhm.“ „Wir müssen ihn loswerden.“ „Klar am besten so wie in den Filmen ne?“ Alle schauen die genervte Amber an, sie merkt gar nicht, dass sie eine gute Idee hatte. „Was?“ „Amber das ist die Idee.“ „Wie bitte?“ „Wir müssen ihn einfach nur verbrennen oder einschmelzen oder so.“ „Das klappt doch nie im Leben.“ „Wieso denn nicht? Er ist ja auch so wie im Film erwacht oder nicht?“ „Naja, irgendwie schon…“ „Siehst du.“ „Also lasst und dem Dreckskerl eine Falle stellen.“ „Aber wie?“ „Das lass mal meine Sorge sein….“ Sasa sieht ziemlich wütend aus, was einem selbst schon Angst machen könnte. Misha und Draguna sehen sich fragend an und schauen dann zu Cas. „Schaut nicht so, sie hat so viele Horrorfilme und auch Mystery Serien gesehen, sie ist glaube ich auf alles perfekt vorbereitet.“ „Dann helf ich dir.“ Misha kommt zu Sasa gelaufen und die beiden fangen schon an zu tuscheln. Wieder ertönt das Kichern, Dakota sieht etwas panisch aus, erst jetzt bemerken die Anderen, dass sein Bein blutet. „Verdammt Dake, wieso hast du nichts gesagt?“ Mario rennt in die Vorratskammer und sucht den Verbandskasten. Auf einmal knallt die Tür hinter ihm zu, er bleibt wie vom Blitz getroffen stehen. Alexy hämmert von außen an die Tür, seine Stimme ist sehr panisch, Mario traut sich nicht sich zu bewegen. „Du tust gut daran nichts zu machen Kleiner.“ „Was willst du von uns? Wir haben dir nichts getan.“ „Ihr habt mich als lächerliche Puppe bezeichnet, mich an Fäden aufgehängt und dann in den Regen gesetzt. Behandelt man so eine Puppe?“ „Naja…“ „Such keine Ausreden Bürschen.“ „Aber…“ „Halts Maul.“ Mario verstummt wieder, langsam fängt er an zu zittern, er kann leider nicht erkennen, wo die Puppe sitzt. Langsam gewöhnen sich seine Augen an die Dunkelheit. Die anderen waren so schlau und haben die Kerzen an die Tür gehalten, so leuchtet es etwas durch die Schlitze. Vorsichtig dreht er den Kopf um sich nach der Kiste mit den alten Messern umzusehen. „Suchst du die hier?“ Chucky knipst eine Taschenlampe an und Mario sieht ihn auf einer Kiste sitzen, darauf steht in großen Buchstaben „MESSER“. „Na ganz toll…“ „Wolltest du mich etwa abstechen Knirps?“ „Nein, wie kommst du denn darauf?“ Chucky ist nicht begeistert über dessen Sarkasmus und macht die Taschenlampe wieder aus. „Fuck.“ Mario drückt sich an die Tür und atmet schwer. „Verdammt macht die Tür auf.“ „Die ist verriegelt Mario, wir bekommen sie einfach nicht auf.“ Wieder das Kichern, der Schwarzhaarige schaut sich um, nirgends ist die Puppe zu sehen, dann geht die Taschenlampe an. „Hallo Marioo.“ Besagter dreht seinen Kopf nach rechts und schaut in hasserfüllte blaue Augen. Die Puppe hat ein Messer in der Hand und sticht auf ihn ein, die anderen können nicht helfen und hören nur Marios Schreie. „Verdammt Alexy, wir müssen die Tür aufmachen.“ Castiel schiebt ihn zur Seite und tritt auf die Tür ein, doch es tut sich nichts, verzweifelt schauen sie auf die Tür. Auf einmal klickt es und sie schwingt auf, Mario plumpst auf die kalten Fliesen, sein Gesicht ist durchzogen von tausenden Schnitten. „MARIO!“ Alexy beugt sich weinend über ihn, doch er gibt keine Geräusche von sich. Auch Sasa lässt sich neben Mario nieder und streicht ihm durch das dunkle Haar. „Was machen wir denn jetzt?“ Nate geht ebenfalls in die Hocke und hebt seine Hand an, er fühlt den Puls. „Er lebt noch keine Sorge, aber der Blutverlust macht mir doch etwas Sorgen. Wir sollten die Schnitte reinigen und abkleben, Mario und Dakota bleiben dann hier und schonen sich.“ „Ich bleibe dann auch hier.“ „Ich auch.“ Sakura und Alexy sehen sehr entschlossen aus ihre Männer zu verteidigen. Sasa läuft vorsichtig in die Abstellkammer und holt den Verbandskasten, es ist totenstill in der großen Wohnung. Alexy und die anderen suchen die Kiste mit den Messern. Auch aus der Küche wird sich bedient, immerhin sind diese um einiges schärfer. „Ich bin echt froh, dass Sasa auf diese japanischen Messer steht.“ „Stimmt, die sind immerhin um einiges schärfer als die ollen Dinger aus der Kiste.“ „Aber wie gehen wir jetzt weiter vor?“ „Gute Frage, der Drecksack ist uns ja immer einen Schritt voraus.“ Castiel sieht wütend zu den Verletzten und schüttelt den Kopf. Auch die anderen sind ratlos und schauen sich nur ängstlich um, er könnte aus jeder Ecke gekrochen kommen. „Also abhauen ist nicht, immerhin können die beiden da kaum laufen.“ „Geschweige denn davon, dass der Kerl uns überall finden würde.“ „Richtig.“ „Also? Irgendwelche Ideen?“ „Ich bin immer noch für zerstückeln und verbrennen.“ „Achja, meine liebe friedliebende Freundin.“ Castiel grinst Sasa an, diese schüttelt den Kopf und sieht auf Mario. „Er hat meinem Mario weh getan, dafür wird er mehr als büßen.“ Alle miteinander bewaffnen sich, es wäre doch gelacht, wenn sie mit dieser Puppe nicht fertig werden würden. „Seit ihr niedlich, ihr denkt echt, dass ihr eine Chance habt?“ Wieder ertönt sein hässliches Lachen, es ist zum verrückt werden, aber sie wissen, dass sie das schaffen können. Sie verteilen sich in der kompletten Wohnung. Maio, Dakota, Alexy und Sakura sind im Wohnzimmer. Misha und Armin befinden sich in Marios Schlafzimmer und Draguna ist mit Lysander in Sasas Zimmer. Jenny und Nate befinden sich mit Amber im leeren Gästezimmer. Cas, Sasa, Yogan, Sam und Kim beobachten Mishas Zimmer und den Gang, es ist totenstill in der Wohnung. „Wir müssen ihn loswerden…“ „Natürlich und das werden wir auch keine Sorge.“ Castiel lächelt seine Freundin an, was dennoch verstörend aussieht dank des Kostüms. Es raschelt in Mishas Kleiderschrank und Sam läuft leise darauf zu, die anderen hören schon fast auf zu atmen so nervös sind sie. Mit einem Ruck öffnet er die Türen und die Puppe springt auf ihn zu, es geht alles ganz schnell. Sam schreit, Chucky auch, sie fallen auf den Boden und rangeln, ab und an blitzt das Messer der Puppe auf und man hört Sam schreien. Castiel nimmt das Deo und das Feuerzeug nun zur Hand. Unbeobachtet versucht er hinter Chucky und Sam zu gelangen, dann betätigt er beides und die Höllenpuppe schreit auf. „Du Drecksack.“ Chucky dreht sich um und springt auf Castiel zu, doch dieser öffnet die Badezimmertür. Die Puppe rutscht auf der Zahnpasta aus, die Sasa und Kim vorher auf dem Laminat verteilt haben, schnell schließen sie die Tür. Yogan gibt nun den Standort der Puppe an Nate weiter. Jenny öffnet nun die Tür vom Gästezimmer, die auch zum Bad von Misha führt, die brennende Puppe rutscht auf sie zu. „Komm schon her du blödes Spielzeug.“ Auch sie hat ein Feuerzeug und ein Deo, schnell besprüht sie ihn damit, er zückt das Messer und schneidet in ihr Bein. „Du blöde Schlampe.“ Hassverzehrt sieht er sie an und lacht dabei, er ist sich seines Sieges sehr sicher. Doch er hat Nate nicht gesehen, der hinter der Tür zu Mishas Zimmer stand. Dieser holt mit dem Baseballschläger aus und schlägt ihm mit voller Wucht auf den Schädel. „Finger weg von Jenny.“ Diese lächelt ihn dankend an und hebt ihr schmerzendes Bein, ein paar Tränen laufen ihr die Wangen hinab. „Keine Sorge, darum kümmern wir uns gleich.“ Er holt den Verbandskasten und vergisst die Puppe komplett. Vorsichtig und leise rappelt sich diese wieder auf, die beiden bekommen nichts davon mit. Chucky zückt das Messer und will es gerade in Nates Rücken rammen, doch da trifft ihn aus heiterem Himmel ein Schminkkoffer. „Finger weg von meinem Bruder oder ich mach dich fertig.“ „Mit einem Schminkkoffer? Willst du, dass ich mich an dem Puder verschlucke oder was?“ Wütend geht die Puppe auf Amber zu, diese wird leichenblass. „Amber lauf!“ So schnell sie ihre Füße tragen rennt sie durch das Gästezimmer in den Gang und dann ins Wohnzimmer. Galant springt sie ´über den Olivenölteppich den Draguna und Misha vorbereitet haben und versteckt sich hinter der Couch bei den anderen. Natürlich rutscht Chucky aus und schlingert direkt durch die offene Terrassentür. Dort warten Lysander und Armin, die einen Käfig aufgestellt haben. Schnell schließen sie die Tür und die Puppe ist gefangen, die komplette Gruppe versammelt sich nun davor. „Ihr kleinen nervigen Kinder, lasst mich sofort hier raus. Sonst bringe ich euch alle um!“ „Wie willst du das denn machen, wenn du da eingesperrt bist?“ Amber sieht ihn wütend an und sprüht ihm etwas von ihrem schrecklichsten Parfüm ins Gesicht. „Du Miststück.“ „Halt die Klappe du blöde Puppe.“ „Was machen wir jetzt mit ihm?“ Alle sehen Sasa an und nicken dann einheitlich. „Wagt es nicht mich nochmal anzuzünden, dass werdet ihr büßen.“ „Das glaube ich kaum.“ Die Jungs fangen an die Deos zu schütteln und die Feuerzeuge anzumachen, die Nacht wird von einem lauten langen qualvollen Schrei erfüllt. Langsam schmilzt die Puppe vor sich hin, bis nichts mehr von ihr übrig ist, außer einer Pfütze. „Und nun?“ „Wir werden ihn in ein Gefäß tun und dann werfen wir ihn in die Seine.“ Die Jungs erledigen das und die Mädchen kümmern sich um die Verletzten und das Chaos in der Wohnung. Mittlerweile ist auch der Strom wieder da, die komplette Wohnung ist verwüstet. „Ich werde Raffael anrufen, ihm alles erklären und dann soll er morgen jemanden kommen lassen.“ „Das glaubt er uns doch niemals.“ „Wahrscheinlich nicht, aber wenn wir es alle bezeugen…“ „Lass mal lieber, da kümmern wir uns selbst drum.“ „Das wird doch nichts, wie sollen wir so viel Geld auftreiben?“ „Ach Amber, dass bekommt man auch ohne Geld hin, einfach ein bisschen aufräumen und Putzen.“ „Mhm, ohne mich, meine armen Fingernägel.“ „Dann räum halt nur auf.“ Die Jungs verdrehen die Augen und packen auch mit an, gegen fünf Uhr morgens sind sie mit allem fertig. Müde fallen alle auf die Couch, der Blick gleitet zum Fernseher, wo der Chucky-Film auf Pause gesetzt ist. „Den schauen wir wohl nicht mehr an oder?“ „Ganz bestimmt nicht.“ „Und die kann nicht wiederkommen?“ „Nein Sasa, die ist jetzt tot.“ „Ok, aber nächstes Jahr machen wir keine Kostümparty mehr oder?“ „Ganz bestimmt nicht mehr, ab dann schauen wir nur noch tolle Tim Burton Filme.“
So heute geht es nun flux weiter mit dem Spin-off zu Misha!!!Misha basiert genau wie Draguna auf einer echten Person! Und ich möchte dieser Person, die uns allen als Coon/Miss Eustass bekannt ist, auf diesem Wege danken, dass sie mir in den letzten zwei Jahren so sehr ans Herz gewachsen ist!!!Man kann sagen, dass ich sie wirklich liebe und sie für mich die beste kleine Schwester dieser Welt ist!!!Danke :* Und sorry, dass du nun schon weider vertonen musst xD
Da joggt sie ja schon wieder, jeden Tag sehe ich sie hier. Das Mädchen hat kurze rote Haare und grüne Kopfhörer auf. Sie joggt gerade die große Treppe hoch und ich beobachte sie, ihre Ausstrahlung ist sehr freundlich. Seit einer Woche überlege ich, ob ich sie ansprechen soll, zu zweit joggt es sich doch viel angenehmer. „Hey.“ Die Rothaarige reagiert nicht, ich winke kurz und sie blickt auf. „Oh hi, sorry ich habe die Kopfhörer irgendwie vergessen.“ „Schon ok. Ich habe dich hier die letzten Tage oft gesehen.“ „Ja du bist mir auch schon aufgefallen, es gibt nicht viele, die zu dieser Jahreszeit noch joggen.“ „Stimmt, sind doch sowieso alles nur Memmen.“ Wir müssen lachen und gehen zu der naheliegenden Bank um uns zu dehnen. „Ich bin Mischa.“ „Und ich bin Sasa, bist du oft hier?“ „Ich versuche jeden Tag so eine Stunde zu joggen und du?“ „Naja jeden Tag ist nicht so einfach, da ich noch nebenbei arbeite, aber jeden zweiten.“ Wir reden noch viel und merken, dass wir die gleichen Interessen haben. In den nächsten Tagen gehen wir noch oft miteinander laufen und irgendwann bekomme ich aus ihr heraus, dass sie gezwungen wurde bei dem Newcomer Wettbewerb mitzumachen. „Das ist doch eine tolle Sache, du kannst mich dann als Begleitung wählen.“ „Wirklich? Das ändert die Sache um einiges, aber dennoch gefällt es mir nicht, dass jemand einfach über mich entscheidet.“ „Vielleicht wollte Dakota dir auch einfach nur helfen und hat dir einen Schups in die richtige Richtung gegeben? Auch wenn ich mir das bei diesem Playboy nicht so vorstellen kann.“ „Dake ist eigentlich ein richtig netter Kerl.“ „Naja wenn du das sagst.“ „Hättest du mal Lust mit uns wegzugehen? Dann kann ich dir auch mal Mario und Draguna vorstellen.“ „Ja gerne, sollen wir gleich heute Abend was machen?“ „Ja wir könnten ins Romanique gehen.“ „Ohja, ich liebe diese Bar, die machen die besten Mojitos.“ „Gut, dann treffen wir uns so um neun gerade davor?“ Mit einem Nicken verabschiede ich mich und jogge heim. Müde schließe ich die Haustür auf und werde schon von wildem Geschrei begrüßt, meine Eltern streiten sich mal wieder. Genervt gehe ich in die Küche und sehe wie meine Mutter einen Teller nach Papa wirft. „Will ich überhaupt wissen was hier los ist?“ „Dein Vater war die ganze Nacht mal wieder weg und rate mal wo er wieder gelandet ist.“ Enttäuscht sehe ich meinen Vater an, vor ein paar Monaten hatte er meine Mutter mit einer jüngeren Frau betrogen, ihr Name ist Michelle. „Ich habe nur bei ihr übernachtet, weil es so spät geworden ist.“ „Du hattest mir hoch und heilig versprochen dich nie wieder mit diesem Flittchen zu treffen.“ Meine Mutter wirft wieder einen Teller des Hochzeitsgeschirrs und er zerschellt direkt neben seinem linken Ohr. „Paps? Ich glaube es ist das Beste, wenn du ausziehst.“ Wütend gehe ich die Treppe hoch und lasse meine perplexen Eltern alleine in der Küche. Selbst unter der Dusche höre ich sie noch miteinander streiten, ich habe meinen Vater schon längst aufgegeben. Mama sollte das auch machen und nicht mehr an dieser Scheinehe hängen. Er würde diese Frau niemals verlassen, aber was er an ihr findet verstehe ich nicht. Bis ich aus dem Bad komme ist es im ganzen Haus wieder ruhig, ich schleiche mich in mein Zimmer und ziehe mich schnell um. Es sind noch vier Stunden bis ich mich mit Sasa und ihren Freunden treffe. Dennoch gehe ich jetzt schon aus dem Haus, ich habe keine Lust einen von den beiden zu sehen. Ich komme an dem Plattenladen vorbei in dem Sasa arbeitet und sehe auch schon Draguna. Da sie mich noch nicht kennt, traue ich mich nicht hineinzugehen. Es war sehr einfach sie zu erkennen, es gibt nicht viele Mädchen, die blaue Haare haben. Ich laufe weiter, bis ich satte drei Stunden zu früh vor dem Romanique stehe. Gelangweilt lasse ich mich auf einer Parkbank gegenüber dem Bistro nieder und beobachte die Menschen. Ob sie auch so Probleme haben wie meine Eltern? Stundenlang beobachte ich die Leute, die an mir vorbeigehen und denke mir Geschichten zu ihnen aus. „Mischa? Hallo Mischa?“ Ich schrecke aus meinen Gedanken und vor mir steht Sasa mit einem schwarzhaarigen Jungen mit Brille. „Oh, hi tut mir leid, ich war in Gedanken.“ „Schon in Ordnung, sag mal wie lange sitzt du schon hier? Du zitterst ja richtig.“ „Ein paar Stunden.“ „Komm wir gehen rein, du musst dich aufwärmen.“ Mario lächelt mir zu und stellt sich vor, er sieht echt niedlich aus. Im Romanique bekommen wir sofort einen Platz und machen es uns gemütlich. „Was darf ich euch bringen?“ „Ich hätte gerne einen Irish Coffee.“ „Ich nehme einen grünen Tee.“ „Und ich einen großen Kaba mit viel Sahne bitte.“ Der Kellner verschwindet wieder und wir drei sitzen nun stumm da. Auf einmal sieht Sasa ihren Freund böse an. „Wie kannst du nur immer diese ganzen Kalorien in dich reinstopfen und nimmst nicht mal zu?“ „Das nennt man einen prima Stoffwechsel Sasalein.“ Ich erfahre, dass die beiden sich schon seit dem Kindergarten kennen und so gut wie nie getrennt waren. „Ich hätte auch gerne solche Freunde.“ „Hast du doch jetzt.“ Mario grinst mich breit an und bestellt sich seinen mittlerweile dritten Kaba. „Irgendwann platzt du noch Mario.“ „Nein Mischa, mir passiert so was nicht, ich bin einer der Menschen, der einfach immer Glück hat.“ Mit einer Stunde Verspätung trifft auch endlich Draguna ein und entschuldigt sich tausendmal. „Es tut mir wirklich so leid, aber ich wurde aufgehalten und habe die beiden einfach gleich mal mitgebracht.“ Durch die Tür kommen zwei Jungs in unserem Alter, der eine hat rote Haare genauso wie Sasa und schaut etwas grimmig. Der andere hat silberne Haare und zwei verschiedene Augenfarben, er lächelt. „Ich hoffe wir stören eure kleine Runde nicht, aber Draguna hat einfach nicht locker gelassen.“ „Schon in Ordnung Lysander, dann lernt ihr beiden Mischa auch gleich kennen.“ Beide Jungs stellen sich mir höflich vor und jetzt habe ich auch endlich die Gesichter zu Sasas Erzählungen vor mir. Der Abend wird noch richtig schön und ich erfahre viel über ihre gemeinsamen Erlebnisse. „Schade, dass meine Schule nicht so spannend ist.“ „Wechsel doch zu uns.“ Draguna lächelt mich an und malt es sich schon aus, wie wir drei Chaosgirls die Schule „verwüsten“. „Meine Eltern würden das mitten im Jahr nicht erlauben.“ „Deine Eltern sind ja ganz schöne Spießer.“ Castiel pustet sich eine Strähne aus dem Gesicht und grinst mich herausfordernd an. „Wenn du wüsstest Rotschopf.“ Doch weiter gehe ich darauf nicht ein, das ist mein Leben, davon müssen sie nichts wissen. Der Abend ist noch richtig lustig und es wird sehr spät, wir trennen uns so gegen zwei Uhr früh und ich laufe alleine durch die kalte Stadt. Draguna habe ich natürlich vorher noch daheim abgeliefert und mit ihr Nummern ausgetauscht. Müde komme ich nach dem dennoch wohltuenden Fußmarsch daheim an und öffne leise die Tür. Im Wohnzimmer höre ich den Fernseher laut laufen und gehe nachsehen. Meine Eltern liegen Arm in Arm auf der großen Couch und schlafen. „Muss das sein?“ Nachdenklich gehe ich hoch und lege mich in mein Bett, warum müssen sie sich immer wieder vertragen? Sie streiten sich doch sowieso zwei Tage später wieder.
Am nächsten Morgen werde ich früh wach und verfluche es, dass wir in der Innenstadt wohnen. Aber immerhin ist Samstag, ich verbringe den ganzen Tag im Bett und genieße das Fernsehprogramm. Am späten Nachmittag gehe ich noch mit Sasa joggen und das war es dann für das Wochenende mit menschlichem Kontakt. Am Montag gehe ich wieder leicht genervt in die Schule. Vielleicht sollte ich wirklich über einen Wechsel nachdenken, denn die Menschen hier, kann ich nicht gerade meine Freunde nennen. Die einzige schöne Abwechslung sind die Tage an denen ich mit Sasa jogge oder bei Draguna im Laden bin. Mit beiden verstehe ich mich mittlerweile richtig gut und Sasa nimmt sogar am Wettbewerb mit mir und Draguna teil. Natürlich erzähle ich meinen Eltern davon, aber wirklich interessieren tut es sie nicht. Ein paar Tage vor dem Wettbewerb laufe ich gemütlich durch die Altstadt als ich Sasa mit einem mir fremden Jungen in einem Restaurant sehe, sie umarmt ihn zärtlich. „He Sasa drei reichen dir nicht oder was?“ Lachend und neugierig schmeiße ich mich auf den freien Stuhl und begutachte den Jungen neben ihr. Er ist mindestens eins achtzig groß, sieht sehr sportlich und muskulös aus und hat braune Haare. Er hat eine Hose im Tarnlook mit einem weißen Shirt an. Ich merke, dass auch er mich mustert und muss grinsen, Sasa grinst mich an. „Also Mischa, darf ich dir vorstellen, unser lang verschollener Kentin.“ „Das ist Ken??“ „Ja, ich war genauso überrascht wie du.“ Er erzählt uns viel von seinem harten Training und ich frage mich, ob ich so etwas durchhalten würde. Ken und Sasa bringen mich noch nach Hause, ob er Sasa mehr als nur mag? Daheim ist es mal wieder sehr ruhig, seit ein paar Wochen gehen meine Eltern zu zweit weg um ihre Beziehung wieder etwas zu stabilisieren. Mir ist das mittlerweile total egal, wie blind meine Mutter ist, immerhin trifft mein Vater sich noch zu oft mit Michelle. Für mich zählt mittlerweile nur noch der Wettbewerb, den Sasas Entschluss steht fest, sollten wir gewinnen, werden wir eine richtige Band und dann bin ich weg hier.
Der einzige Lichtblick die nächsten Tage sind die Proben und die heimlichen Treffen mit Kentin. Ich möchte den Mädels noch nichts erzählen, bevor ich nicht weiß, wie sehr ich ihn mag. Natürlich merken sie, dass ich mich mit irgendjemandem treffe, aber sie sind diskret und fragen nicht nach. Vor unserem ersten Auftritt sind wir total nervös, Sasa will uns ablenken und wir ziehen uns ein paar von Dragunas genähten Klamotten an. „Du könntest das doch später zu deinem Beruf machen oder Dragu?“ „Ja, ich würde echt gerne Mischa, aber naja sehen wir mal wie es so läuft.“ „Du kannst ja bei Mario und Leigh einsteigen.“ Ich ziehe mir eine schwarz-weiß gestreifte Mütze an und lächle mein Spiegelbild an. „He ihr beiden ich habe da noch was für euch.“ Sasa hält uns beiden ein kleines Päckchen hin und wir öffnen es neugierig. Bei mir sind Sticks drin mit unserem Bandlogo, Draguna hat die passten Plektren dazu. „Wow, die sind wunderschön danke.“ Wir umarmen beide unsere Freundin und gehen dann endlich raus. Mario schimpft ein bisschen mit uns, weil er uns gesucht hatte, aber ich will nur noch auf die Bühne und spielen. Endlich ist es soweit, Draguna und ich nehmen unseren Platz ein und dann dürfen wir anfangen. Sasa singt noch besser als bei unserer letzten Probe, man kann wirklich mit ihr mitfühlen. Viel zu schnell ist es vorbei und wir müssen die Bühne räumen. Nach dem Konzert gehen wir alle zu Sasa und Mario und feiern ein wenig. Draguna hält sich viel an mich, da sie immer noch Streit mit Lysander hat. Sie tut mir wirklich leid, aber auch Lys hat das nicht so ganz verdient. Aber natürlich halte ich zu meiner Freundin, irgendwann schlafen wir alle ein. Der nächste Morgen beginnt gleich mit viel Hektik. Mario hat ein Video von uns im Netz gefunden und Sasas Ex hat natürlich etwas kommentiert. Sie ist sehr ängstlich, aber sie weiß ja, dass wir für sie da sind. Die nächsten Tage verfliegen und dann steigt bei Sasa und Mario eine große Party, denn sie haben ein neues Apartment von ihrer Tante bekommen. Meiner Meinung nach, war das auch wirklich nötig, denn Mario musste die ganze Zeit auf der Couch schlafen. Jetzt hat er auch endlich einen Rückzugsort für sich und kann sein Leben so richten, wie es er will. Am liebsten würde ich bei den beiden einziehen, immerhin haben sie noch zwei Gästezimmer, aber ich traue mich einfach nicht zu fragen. Wie käme das denn rüber? Ich bin doch keine Schnorrerin, immerhin könnte ich mir den Anteil der Miete gar nicht leisten. Als mittlerweile Letzte komme ich bei den beiden an und werde gleich mal ihren beiden neuen Mitschülern vorgestellt. Der eine hat blaue Haare und heißt Alexy, er ist sehr lieb und er ist mir sofort sympathisch. Sein Zwillingsbruder Armin haut mich förmlich aus den Socken, er ist groß, dunkelhaarig und hat wunderschöne tiefblaue Augen. Ich spüre einen Blick auf mir und schaue zur Seite, es ist Kentin. Ein kurzer Stich geht mir durch mein Herz, was soll ich denn jetzt machen? Der Abend verläuft sehr friedlich, obwohl Castiel, Nate und Dakota um Sasa herumschwirren. Ich hoffe wirklich, dass sie sich bald für einen der Drei entscheiden kann, es könnte sonst wirklich böse enden. Armin unterhält sich den ganzen Abend mit mir und es ist wirklich wunderschön. Es fasziniert mich sehr, wie viel wir eigentlich gemeinsam haben, er zockt genauso viel wie ich. Immer wieder spüre ich Kens Blick auf mir, es ist mir total unangenehm, langsam verstehe ich Sasa. „Ist alles in Ordnung Misha?“ „Was? J-ja natürlich Armin.“ „Wieso schaust du dann immer so ängstlich zu dem Army-Typen rüber?“ „Nur so.“ „Ist er dein Freund?“ „Nein, also nicht mein fester Freund, irgendwas so dazwischen keine Ahnung.“ „Sag bloß er ist eifersüchtig?“ „Kommt mir so vor.“ Lachend schüttelt Armin den Kopf, ich frage mich nur warum. Hat er kein Interesse an mir? Habe ich diese Zeichen doch falsch gedeutet? Zum Glück zieht mich Draguna in dem Moment von ihm weg, sie gibt mir ein Zeichen und ich verstehe es sofort. Wir entkleiden uns und springen in den Pool, Sasa tut es uns gleich und auch Mario, dicht gefolgt von Alexy. Die anderen Jungs sehen etwas verwirrt aus, Viola und Kim folgen auch sofort. Es ist total lustig, jeder planscht umher, ich stehe mit Sasa am Beckenrand und schaue zu Draguna. „Ich will das auch Sasa.“ „Was?“ „Dieses Glück jemanden zu finden.“ „Du hast doch Kentin?“ „Naja…“ „Armin oder?“ „Ja, irgendwie keine Ahnung.“ „Willkommen in meiner Welt.“ „Danke.“ „Immer wieder gerne meine Liebe.“ „Was mach ich denn nur?“ „Pro und Kontra Liste.“ „Hilft das?“ „Mir nicht, aber vielleicht hast du ja mehr Glück.“ „Kentin würde Armin ziemlich fertig machen, wenn ich mich für ihn entscheide oder?“ „Wir passen schon auf ihn auf, keine Sorge.“ „He Mädels, wollt ihr noch einen Cocktail?“ Mario kniet am Beckenrand und lächelt uns an, wir beide nicken dankend und warten, bis er mit den Gläsern wieder kommt. „Danke.“ „Kein Problem, übrigens Misha? Sag Kentin was Sache ist, es gibt nichts gegen Liebe auf den ersten Blick einzuwenden.“ „Halt die Klappe Mario!!!“ Wütend funkle ich ihn an, Sasa verschluckt sich am Cocktail vor Lachen.
Der Abend wird relativ ruhig beendet und ich entscheide mich bei Sasa zu übernachten, Kentin scheint das nicht zu gefallen. „Ich bringe dich auch nach Hause.“ „Schon in Ordnung, wir wollen noch ein bisschen quatschen.“ „Das habt ihr den ganzen Abend.“ „Ach Kentin, wir Frauen können nicht genug reden.“ Sasa umarmt mich von hinten und zieht mich ein Stück mit, dann kommt Draguna und hilft ihr. „Siehst du? Die beiden entführen mich, da hast du keine Chance.“ Kentin verdreht die Augen, ich versuche ihm noch zuzuwinken, bis Draguna die Zimmertür zuschlägt. „Das war fast schon etwas übertrieben Mädels.“ „Ach egal, solang er checkt, dass wir unsere Ruhe wollen.“ „Danke, dass du mich aufnimmst.“ „Kein Problem, dann können wir wirklich noch einen Mädelsabend machen.“ „Chips?“ Sasa öffnet die Tür noch einmal, dann ist sie verschwunden. „Was macht sie?“ „Chips holen, so wie du es wolltest du Eumel.“ „Sei nett Draguna, sonst bewerfe ich dich mit einem von ihren tausenden Kissen.“ Als Sasa wieder hineinkommt, tobt eine wilde Kissenschlacht, etwas verdutzt sieht sie uns an. Wir grinsen und werfen ihr gleichzeitig ein Kissen ins Gesicht und lachen laut los. Etwas verdutzt sieht sie uns an und schnappt sich dann auch ein Kissen, nach gefühlten Ewigkeiten lassen wir uns schwer atmend auf ihr Bett fallen. „Ich gebe auf! Bitte gebt mir Chips.“ Draguna rollt sich auf den Bauch und versucht die Chips zu erreichen, doch sie kommt nicht dran. Sasa streckt sich ebenfalls und schafft es gerade so, ohne aus dem Bett zu fallen. Die Tüten fliegen in einem hohen Bogen aufs Bett, jeder von uns schnappt sich eine. Dann fangen wir an über alles Mögliche zu reden, mir war natürlich klar, dass dieses Thema aufkommen würde. „Also, wir sind ja nicht blind…“ „Genau Sasa, erzähl mal Misha…“ „Was ist da mit Armin?“ „Was soll da denn sein?“ „Wie schon gesagt, wir sind nicht blind.“ „Da ist nichts also glaube ich, keine Ahnung, er ist süß.“ „Das ist eher die Richtung auf die wir hinauswollten.“ „Dragu…wie war das bei dir? Wusstest du sofort, dass Lys der Richtige ist?“ „Ja, auch wenn es mir zwischenzeitlich beinah das Herz gebrochen hat.“ Wir drei schauen nun alle auf das Bett, keiner will etwas dazu sagen, dann lächle ich sie an. „Aber jetzt ist alles wieder in Ordnung, das ist doch die Hauptsache.“ „Ja, genau.“ Mild lächelt sie und greift in die Chipstüte, Sasa sieht mich eindringlich an. „Also Misha, Army oder Gamer?“ „Keine Ahnung Mensch…das Gleiche könnte ich dich immerhin auch fragen.“ Sie verdreht nur die Augen und schiebt sich eine Hand voll Chips in den Mund. „Meine können wenigstens keine Kampfstricks auf der Armee! Die drei sind harmlos im Gegensatz zu Kentin.“ „Da hat sie Recht.“ „Ach seid ruhig, ich hab doch keine Ahnung was mein Herz will.“ „Verbring doch mit beiden etwas Zeit, irgendwann merkst du schon, bei wem du lieber bist.“ „Mhm…“ Wir reden noch eine Weile über den Wettbewerb, dann legen wir uns schlafen. Zum Glück ist Sasas Bett riesig und wir haben alle genug Platz.
Neuere Posts Ältere Posts Startseite
